Der Weg zur Wunsch-Überdachung ist nicht immer einfach.
Viele Fragen und Details sind zu klären. Wir zeigen im Folgenden auf, wie in der Regel die ersten Schritte aussehen und worauf sie achten sollten. Weitere Informationen zu den einzelnen Punkten finden Sie auch im Ratgeber. Eine Checkliste gibt Ihnen einen Überblick über alle Fragen, die mit dem Wunschobjekt zusammenhängen können.
Was möchte ich? Wintergarten – Sommergarten – Terrassendach?
Die Qual der Wahl: Am Anfang steht immer die Frage nach der gewünschten Nutzung des gläsernen Anbaus. Abhängig davon ergibt sich die Konkretisierung des Objekts. Natürlich muss geprüft werden, ob das vorhandene Budget ausreicht, um die gewünschte Nutzung zu realisieren. Prinzipiell sprechen wir von vier verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten:
Wohn-Wintergarten
Diese Bauart geht davon aus, dass der Wintergarten ganzjährig wie ein vollwertiger Wohnraum genutzt werden kann. Dies setzt u.a. einen wirkungsvollen Sonnenschutz im Sommer wie auch eine Beheizung im Winter voraus. Die Anforderungen an die eingesetzten Baumaterialien (thermisch getrennte Profile!) sind hoch.
Wintergarten bzw. Kaltwintergarten
In der Konstruktion unterschiedet er sich kaum von einem Wintergarten in Wohnraumqualität, allerdings ist er nicht zur ganzjährigen Nutzung ausgelegt, kann also im Winter nicht beheizt werden. Dennoch bietet die Konstruktion wirksamen Schutz gegen Schlagregen, schützt die Möbel auf der Terrasse und dient auch zum Überwintern von Pflanzen.
Sommergarten oder Glashaus
Dieser Begriff ist vor einigen Jahren entstanden und beschreibt ein Terrassendach, das mit festen oder (meist schiebbaren) beweglichen Glaselementen versehen ist. Somit kann die Konstruktion an allen Seiten geschlossen werden. Dies bietet zwar keinen vollständigen Schutz gegen Schlagregen, dennoch heizt sich der Innenraum bei Sonnenschein schnell auf und kann besonders in den Übergangszeiten Frühling und Herbst zum Aufenthalt auf der Terrasse einladen.
Terrassendach
Das Terrassendach schützt vor Regen oder auch mit einem oder zwei Festelementen vor einfallendem Seitenwind. Besonders, wenn sich die Terrasse auf der Südseite befindet, ist ein wirksamer Sonnenschutz empfehlenswert.
Benötige ich eine Baugenehmigung?
Wintergärten und Terrassendächer sind Anbauten im Sinne des Baurechts. Da das Baurecht in Deutschland von den einzelnen Bundesländern geregelt wird, sind die jeweils gültigen Landesbauordnungen ausschlaggebend. Die Bestimmungen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Der Fachbetrieb gibt hier Hilfestellung und kann in aller Regel auch die Erstellung des Bauantrags übernehmen.
Welchen Einfluss hat die Himmelsrichtung auf meine Konstruktion?
Die Himmelsrichtung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Konstruktion und Nutzung des Glasanbaus. Eine Ausrichtung nach Norden bedeutet einen kühlen Platz, der vor allem im Hochsommer geschätzt sein wird. Ein Anbau mit Ostrichtung wird von der ersten Sonne erwärmt und durch den Schatten des Hauses im Sommer vor allzu große Hitze bewahrt. Er ist ein idealer Frühstücksplatz. Eine Südrichtung bedeutet Sonne pur. Hier ist wirksamer Sonnenschutz und bei geschlossenen Konstruktionen auch Be- und Entlüftung erforderlich. Glasanbauten mit Orientierung nach Westen werden erst von der späten Mittags- und Abendsonne aufgewärmt.
Welche Fragen sind sonst noch zu klären?
Die folgende Checkliste gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Punkte für die Festlegung der ersten Planungsschritte. Aber bitte keine Angst vor den vielen Details! Die Checkliste soll für Sie eine Anregung sein, sich mit verschiedenen Aspekten der Bauausführung zu beschäftigen. Fundierte Beratung und Unterstützung bekommen Sie von Ihrem Fachbetrieb! Die Checkliste geht von einem Wintergarten aus. Viele dieser Punkte entfallen, wenn ein Terrassendach oder Sommergarten gewünscht wird.
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